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Artikel Diskussion (6)
Grundherrschaft/Grundhrigen
(recht.geschichte)
    

Mit Grundherrschaft wird eine vor allem in der frnkischen Zeit bliche Form des Landbesitzes bezeichnet, bei der dem Grundherr die Herrschaftsgewalt ber die sein Land bearbeitenden Personen (= Grundhrigen) zustand.

Im Gegensatz zu den Vasallen im Lehenswesen waren die Grundhrigen nicht zu hheren Diensten (Kriegsdienst, Hoffahrt etc). sondern zur Erbringung wirtschaftlicher Leistungen (Bearbeitung des Landes oder Entrichtung von Zinsleistungen) verpflichtet. Waren Vasallen in der Regel Adlige, so waren Grundhrige meist nur Bauern oder Handwerker. Verkrzt man kann sagen: das Lehenswesen war die Herrschaft ber die Adligen und die Grundherrschaft die Herrschaft ber die einfachen Bauern und Handwerker.

Soweit die Grundherrschaft Immunitt genoss, bte der Grundherr meistens vertreten durch einen Vogt fr die weniger wichtigen Flle die Gerichtsbakeit auf dem Gebiet seiner Grundherrschaft aus. Die wichtigeren Flle mussten an das Grafengericht bzw. Knigsgericht verwiesen werden.

Auf diesen Artikel verweisen: Hufe * Landstnde * Immunitt, Rechtsgeschichte * Feudalismus * Vogt * Stadtherr/Reichsstadt/landesherrliche Stadt