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Erwerbsobliegenheit/Erwerbsbemühungen
(recht.zivil.materiell.familie)
    

Mit Erwerbsobliegenheit wird die Verpflichtung eines Unterhaltschuldners oder -Gläubigers zu eigenen Erwerbsbemühungen, d.h. der Ausübung eines entgeltlichen Tätigkeit bezeichnet.

gegenüber Minderjährigen und privilegiert Volljährigen

Gegenüber Minderjährigen und privilegierten Volljährigen besteht gemäß § 1603 Abs. 2 BGB eine gesteigerte Erwerbsobliegeheit zur Erwirtschaftung des Mindestunterhaltes.

Dabei werden zwischen 20 und 30 Bewerbungen pro Monat verlangt, entsprechende Möglichkeiten vorausgesetzt. Fehlt es an anerkennenswerten Ortsbindungen (z.B. schulische Bindungen der Kinder) ist auch eine überregionale Suche notwendig.

Auch Orts- und Berufswechsel sind zumutbar, wenn sie zu einem höheren Einkommen und damit zur Leistungsfähigkeit führen.

Für Volljährige Kinder gelten besondere Anforderungen.

gegenüber sonstigen Volljährigen

Hier besteht keine gesteigerte sondern nur die allgemeine Erwerbsobliegenheit, durch vollschichtige Tätigkeit Einkünfte zu erzielen. Eine Orts- oder Berufswechsel kann nicht gefordert werden. Auch ist die Hausmannsrechtsprechung nicht anzuwenden.

Auf diesen Artikel verweisen: Volljährigenunterhalt * fiktives Einkommen * Rangverhältnisse mehrerer Verpflichteter


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