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Unterschlagung/veruntreuende Unterschlagung
(recht.straf.bt.246)
    

Von Unterschlagung spricht 246 StGB, wenn ein Tter eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet. Die Unterschlagung ist gem ihrem Strafrahmen ein Vergehen.

Im Unterschied zum Diebstahl ist bei der Unterschlagung nicht erforderlich, dass der Tter die Sache einem anderen wegnimmt. Gem der Neufassung ist auch nicht mehr notwendig, dass der Tter die Sache bereits im Besitz oder Gewahrsam hat. D.h. eine Unterschlagung kommt sowohl bei Sachen in Frage, die der Tter bereits in Besitz hat, als auch bei Fundsachen.

Damit ist die Unterschlagung ein Auffangtatbestand fr alle Taten gegen das Eigentum, die nicht den Tatbestand des Diebstahls erfllen.

Beispiel 2: T findet beim Spazieren gehen eine Geldbrse mit 200,- Euro Bargeld. Nachdem er erst berlegt hat sie zum Fundbro zu bringen, beschliet er das Geld fr sich zu verwenden und kauft davon zwei paar Schuhe.

Prfungsschema Unterschlagung

  1. Tatbestand
    1. fremde, bewegliche Sache
    2. Manifestation der Zueignung
    3. Rechtswidrigkeit der Zueignung
  2. Rechtswidrigkeit
  3. Schuld

Prfungsschema veruntreuende Unterschlagung

zustzlich:

  1. Sache wurde dem Tter anvertraut.

Beispiel: A leiht dem T ein Buch. Nachdem der T es gelesen hat, verkauft er es an ein Antiquariat. Hier war dem T das Buch anvertraut.

Auf diesen Artikel verweisen: anvertraut * 246 StGB Unterschlagung * Zweitzueignung * Manifestation der Zueignung * Auffangtatbestand