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Artikel Diskussion (1)
Katzenknigfall
(recht.straf.at und recht.urteil)
    

Fundstelle:

BGHSt 35, 347

Sachverhalt

H, P und R leben in einem von Mystizismus und Irrglauben geprgten Dreiecksverhltnis. H und P gelingt es den R davon zu berzeugen, dass die Menschheit vom baldigen Kommmen des Bsen in Form des Katzenknigs bedroht sei, und dass diese Bedrohung nur durch ein Menschenopfer in Form des Todes, der von H und P gehassten, N abgewandt werden knne. R, der erkennt, dass die Ttung der N Mord sei versucht unter Berufung auf das 5. Gebot den Auftrag abzulehnen. H und P gelingt es aber unter Hinweis auf einen gttlichen Auftrag die Gewissensbisse zu zerstreuen. R versucht daraufhin N heimtckisch zu tten scheitert dabei aber.

Verurteilung

R wird wegen versuchten Mordes verurteilt ( 211, 212, 23 StGB). Dass er glaubte in gttlichem Auftrag zu handeln fhrte zwar zur Annahme eines Verbotsirrtums ( 17 StGB), allerdings nahm das Gericht an, dass dieser Irrtum vermeidbar gewesen wre ( 17 S. 2)Daher war R voll schuldfhig. Trotzdem wurden H und P wegen versuchten Mordes in mittelbarer Tterschaft verurteilt ( 211, 212, 23, 25 Abs. 1 Alt. 2).

Problematik

Der Katzenknigfall ist eines der Standardbeispiele fr die Verurteilung wegen mittelbarer Tterschaft obwohl dem Werkzeug kein Element der Strafbarkeit fehlt (Tter hinter dem Tter).

Auf diesen Artikel verweisen: Tter hinter dem Tter