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Im Zusammenhang bebauter Ortsteil
(recht.oeffentlich.verwaltung.bt.bauen)
    

Von einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil spricht man, wenn die Bebauung im Gemeindegebiet den Eindruck einer Geschlossenheit und Zusammenhgehrigkeit vermittelt, die ein gewisses Gewicht hat und Ausdruck einer organischen Siedlunsstruktur ist (BVerwGE 31, 22/26 f).

"Ein Ortsteil im Sinne des 34 Abs. 1 BauGB ist jeder Bebauungskomplex im Gebiet einer Gemeinde, der nach der Zahl der vorhandenen Bauten ein gewisses Gewicht besitzt und Ausdruck einer organischen Siedlungs- struktur ist.(VGH Mnchen v. 15.9.2006 Az. 23 BV 05.1129).

Klarstellungssatzung/Entwicklungssatzung/Ergnzungssatzung

Gem 34 Abs. 4 BauGB kann die Gemeinde durch Satzung 1. die Grenzen fr im Zusammenhang bebauten deklaratorisch Ortsteile festlegen (Klarstellungssatzung), 2. bebaute Bereiche im Auenbereich konstitutiv als im Zusammenhang bebaute Ortsteile festlegen, wenn die Flchen im Flchennutzungsplan als Bauflche dargestellt sind (Entwicklungssatzung), 3. einzelne Auenbereichsflchen konstitutiv in die im Zusammenhang bebauten Ortsteile einbeziehen, wenn die einbezogenen Flchen durch die bauliche Nutzung des angrenzenden Bereichs entsprechend geprgt sind (Ergnzungssatzung) (siehe Battis/Krautzberger/Lhr, Baugesetzbuch, 34 Rn. 61 ff).

Der VGH Mnchen hat in diesem Zusammenhang entschieden: "Die Gemeinde hat keine Mglichkeit, die Grenzen des Auenbereichs nach ihrem Ermessen durch Satzung oder Einzelbescheide konstitutiv zu bestimmen, auch nicht durch einfache Bebauungsplne im Sinne des 30 Abs. 3 BauGB, weil es im letzteren Fall fr die Zulssigkeit von Vorhaben bei den Regelungen des 34 und 35 BauGB verbleibt." (VGH Mnchen v. 15.9.2006 Az. 23 BV 05.1129).

Auf diesen Artikel verweisen: Bauen im unbeplanten Innenbereich