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Fortsetzungszusammenhang
(recht.straf.at.konkurrenzen)
    

Mit Fortsetzungszusammenhang wird eine Rechtsfigur bezeichnet, mit der die Verwirklichung mehrerer Straftatbestnde durch mehrere Handlungen zu einer Handlungseinheit zusammengefasst werden kann. Das spielt eine Rolle bei der Bildung der Strafe (siehe unter Idealkonkurrenz). Der Fortsetzungszusammenhang wurde frher vom BGH vertreten.

Mit Beschlu vom 3. Mai 1994 hat der BGH entschieden (Leitsatz): "Die Verbindung mehrerer Verhaltensweisen, die jede fr sich einen Straftatbestand erfllen, zu einer fortgesetzten Handlung setzt voraus, da dies, was am Straftatbestand zu messen ist, zur sachgerechten Erfassung des verwirklichten Unrechts und der Schuld unumgnglich ist. Jedenfalls bei den Tatbestnden der StGB 173, 174, 176 und 263 ist das nicht der Fall."

Nachfolgend die alte Erluterung:


Vom Vorliegen einer fortgesetzten Handlung spricht man, wenn sich mehrere natrlichen Handlungen als bloe Teilakte einer einzigen und von Anfang an geplanten Verbrechensbegehung darstellen.

Voraussetzungen:

  • Gesamtvorsatz
  • Gleiches Rechtsgut
  • Gleichartigkeit der Verletzung

Dabei ist der Fortsetzungszusammenhang in der Lage Tatbestandsverwirklichungen die in Idealkonkurrenz zu einem Teilakt stehen miteinander zu verklammern (Beispiel: kommt es bei einem als fortgesetzte Handlung begangenem Diebstahl im ersten Teilakt zu einem Hausfriedensbruch und in einem weiteren Teilakt zu einer Sachbeschdigung so stehen diese beiden Delikte aufgrund des Fortsetzungszusammenhangs in Idealkonkurrenz).

Abzugrenzen ist der Fortsetzungszusammenhang vom Dauerdelikt.

Auf diesen Artikel verweisen: Handlungseinheit