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Artikel Diskussion (1)
dolus subsequens/dolus antecedens
(recht.straf.at.vorsatz)
    

Von dolus subsquens spricht man, wenn jemand nach unwissentlicher Verwirklichung des Tatbestandes, Kenntnis davon erlangt und die Verwirklichung gut heisst. Fr eine Zurechnung gengt das nicht. Siehe dazu auch unter Vorsatz, Strafrecht.

Beispiel: A glaubt den einzigen Zndschlssel seines Wagens im Wageninneren vergessen zu haben, daher schlgt er die Scheibe ein um an den Schlssel zu gelangen. Dabei hat er aber unwissentlich die Fahrzeuge verwechselt und den Wagen des ihm verhassten B beschdigt. Als A sogleich seinen Irrtum bemerkt, freut er sich und denkt sich, dass habe ich richtig gemacht. Die nachtrgliche Billigung gengt fr eine Bestrafung wegen vorstzlicher Tat nicht.

Von dolus antecedens spricht man, wenn jemand vor Verwirklichung eines Tatbestandes aber nicht mehr zum Zeitpunkt der Verwirklichung Vosatz hatte. Auch der dolus antecedens gengt nicht fr eine Zurechnung.

Beispiel: A hat groe Angst vor dem sehr aggressiven Hund des B und hat daher vor diesen zu tten. Nachdem er sich Gift besorgt hat, ist er auf dem Rckweg nach Hause. Dabei berlegt er sich das Ganze noch einmal und beschliesst lieber das Ordnungsamt einzuschalten. Auf der Hhe seines Hauses luft der Hund des B vor seinen Wagen, A schafft es nicht mehr zu bremsen, der Hund ist sofort tot. Hier hatte A zum Zeitpunkt der Ttung (Sachbeschdigung) keinen Vorsatz mehr und ist daher nicht wegen vorstzlicher Begehung zu bestrafen.

Auf diesen Artikel verweisen: Simultaneittsprinzip/Koinzidenzprinzip * Vorsatz/Dolus, Verhaltensform