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aberratio ictus
(recht.allgemein.latein und recht.straf.at.irrtum)
    

Von einer aberratio ictus (lat.) spricht man, wenn ein Tter auf ein bestimmtes Opfer zielt, aber jemand oder etwas Drittes trifft. Man spricht auch vom Fehlgehen der Tat. Die aberratio ictus ist eine der Irrtumsmglichkeiten im Strafrecht.

Bestraft wird der Tter einer aberratio ictus nach h.M. wegen versuchter Begehung am anvisierten Opfer und wegen fahrlssiger Begehung am getroffenen Opfer (BGHSt 34, 53, 55).

Beispiel: Der Tter T plant das Opfer A zu erschieen. Zu diesem Zweck lauert er ihm an einer unbersichtlichen Stelle mit einem Jagdgewehr auf. Als A in Begleitung des D auftaucht, legt T auf A an, drckt ab, verreit das Gewehr und trifft den D.

Hier wre T wegen versuchten Mordes an A und wegen fahrlssiger Ttung des D zu bestrafen.

Nach anderer Ansicht wird der Tter bei Gleichwertigkeit der Objekte, wegen Vollendung bestraft (siehe z.B. Loewenheim Jus 1966, 310 m.w.N.).

Siehe auch unter error in obiecto vel persona.

Literatur: Wessels, AT, Rn. 250

Auf diesen Artikel verweisen: Irrtmer im Strafrecht * mittelbare Tterschaft